Lippe-RoseKl02
Lippe-Rose
Mosebeck
Buts102
Buts103
Buts102
Buts102
Buts102
Buts102
Buts102
Buts102
Buts102
Buts102

vServer Bluecounter Website Statistics Bluecounter Website Statistics  

Bald ist es soweit: dann erhält Mosebeck sein eigenes Wappen! Darauf zu sehen sein werden die drei Bäche, welche das Ortsbild entscheidend prägen: Dorla, Mosebecke und Passade. Auch Gesangsverein und Sportverein sind im Wappen vertreten zum Zeichen dafür, dass hier Natur und Dorfgemeinschaft noch in Ordnung sind. Die erste Besiedlung fand im 12. und 13. Jahrhundert statt, damals entstanden in Detmold die sogenannten Waldhufensiedlungen, zu denen auch Mosebeck zählte. Entlang dem  namensgebenden Flüsschen, der Mosebecke, reihten sich die Besitzstreifen der Bauern. Sechzehn Höfe zählte Mosebeck damals, diese Zahl an Höfen hielt sich bis 1960. Heute gibt es neben den Nebenerwerbshöfen noch vier Vollerwerbsbetriebe. Eine Besonderheit stellt hier der Biobetrieb mit Rinderzucht dar, hier kann man Fleisch direkt vom Hof erwerben.

In Mosebeck legt man Wert auf die Erhaltung der Waldhufensiedlung, insbesondere die Höfe mit den zugehörigen Gehölzbeständen Hofbäumen und Obstwiesen. Die hofnahen Grünflächen fungieren als abwechslungsreiches Biotopsystem, in dem zahlreiche Tiere ihre Refugien haben. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Erhaltung der Feuchtbiotope. Zu den erfreulichsten Nachrichten gehört es wohl, dass am Broker Mühlenteich wieder Eisvögel anzutreffen sind.               

Der Dorfplatz wurde 1994 von den Vereinen in Eigenleistung erbaut, ebenso die Schutzhütte eine Arbeit die das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr gestärkt hat.  

"In Mosebeck fehlt ein Gasthof", erklärt der Ortsvorsteher, "die Schutzhütte bietet da einen gewissen Ausgleich." Es finden die sogenannten Klönabende statt, es wird Skat gespielt. Man kann sich mit anderen austauschen und die sozialen Bindungen festigen. In der Schutzhütte sind auch private Feiern, zudem das jährliche Sommerkonzert des Gesangsvereins, in diesem Jahr am Samstag, 4. Juni.

Zu den Einrichtungen in Mosebeck zählen ein Malerbetrieb, eine Bauschlosserei, zwei Heizungs- und Sanitärgetriebe; sowie eine Entlackungsfirma mit modernsten Filteranlagen auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei. Leider gibt es keinen Supermarkt mehr, bedauert Strätner, dafür gäbe es aber fahrende Händler: Bäcker und Fleischer drehen zweimal wöchentlich ihre Runden durch Mosebeck und bieten den Einwohnern somit den besonderen Service, direkt vor der eigenen Haustür frische Lebensmittel einkaufen zu können. "Besonders die älteren Dorfbewohner schätzen dies“, freut sich der Ortsvorsteher.

Gut die Hälfte des fünfhundert Seelen zählenden Dorfes ist im Sportverein SV Diestelbruch Mosebeck e. V. von 1992 aktiv; gemeinsam mit den Mitgliedern aus Diestelbruch werden Verbandsspiele ausgetragen und die  Jugend trainiert, zudem gibt es Sportfeste mit diversen Veranstaltungen für Jung und Alt. Besonders bemerkenswert ist hier das Engagement der junggebliebenen und vitalen, “Altherren Abteilung". Die Mitglieder organisieren zahlreiche Veranstaltungen, unter anderem die allseits beliebte, jährlich stattfindende Hüttengaudi. Der diesjährige Termin für dieses fröhliche Ereignis mit vielen Aktivitäten und Attraktionen, wie Fußballturnier und Gesangsdarbietungen, Tanzvorführungen und Genüssen für den Gaumen ist der 25. Juni. Der Gesangsverein Passadetal Mosebeck e. V. von 1950 zählt rund einhundert Mitglieder, von denen sich etwa  dreißig aktiv betätigen. Zu den Veranstaltungen des Vereines zählt neben diversen Konzerten auch die Seniorenfeier, welche in langjähriger Tradition jährlich am I. November im Gemeinschaftsraum stattfindet. Des weiteren wirkt der Chor bei der Gestaltung der Gottesdienste in der Kirchengemeinde Vahlhausen mit und beehrt Jubilare mit einem Ständchen.

Auch die Umwelt wird in Mosebeck besonders gewürdigt, und zwar durch den Verein Schutz des Lebens und der Umwelt. Die rund fünfzig Mitglieder bemühen sich seit nunmehr 28 Jahren für eine Verbesserung der Lebensqualität in Mosebeck. Der Verein wurde zwar auch 1983 gegründet, das Engagement besteht jedoch bereits seit 1977. Hauptanliegen des Vereins ist es, die Schadstoffbelastung für Mensch und Umwelt möglichst gering zu halten. Zu den wöchentlichen Veranstaltungen zählen die Treffen des Bastelclubs, dessen Mitglieder, einige Damen aus Mosebeck, treffen sich im Gemeinschaftsraum, um ihre Kreativität auszuleben und so manch munteres Gespräch zu führen. Durch die unterschiedlichsten Techniken entsteht eine Vielzahl an interessanten Produkten, die bei Festen und Veranstaltungen feilgeboten werden.

Zwar gibt es in Mosebeck keine Schule mehr, dafür versammeln sich im Kindergarten die Jüngsten aus dem Einzugsbereich Mosebeck, Diestelbruch und Vahlhausen. Das Besondere an diesem Kindergarten ist die zweisprachige Kindergartengruppe, in der neben der deutschen Sprache auch Englisch angewandt wird, um den Kindern spielerisch die Welt der Fremdsprachen zu eröffnen. Entscheidend mitgewirkt an der Entwicklung des guten Zusammenlebens und der festen Dorfgemeinschaft hat der Dorfausschuss Mosebeck. Die Mitglieder treffen sich einmal im Monat um über aktuelle Themen zu sprechen und Aktionen zu planen. Zu den Leistungen des Dorfausschusses gehören unter anderem die Erarbeitung des Dorfentwicklungskonzeptes, die Auspflanzung heimischer Gehölze, sowie das Aufstellen von Ruhebänken. Des weiteren ist man um eine Verkehrsberuhigung an der Barntruper Straße bemüht. Jährlich veranstaltet der Dorfausschuss eine Müllsammelaktion sowie einen Gottesdienst auf dem Dorfplatz ein Erlebnis für Seele und Leib, das am 21. Juni stattfinden wird.

2003 bauten Dorfausschuss und Eltern in Eigenleistung den Kinderspielplatz, wie auch bei der Schutzhütte wurden hier die Materialkosten von der Stadt Detmold übernommen. Das Grundstück wurde privat zur Verfügung gestellt. "Die Kinder nehmen dieses Angebot sehr gerne an, ihre Eltern kümmern sich um Pflege und Erhaltung der Geräte." Im Jähre 2004 wurde ein Buswartehäuschen errichtet, um die Leute vor den Einflüssen der Witterung zu schützen. Ein "Viertel" mit internationalem Flair ist die Siedlung Lehmbrink; hier leben Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen und sind gut integriert. Den Zusammenhalt fühlt man besonders bei den zählreichen Festen, wie etwa Sommerfest und Weihnachtsfeier. Begonnen hatte seinerzeit alles Anfang der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als den Bürgern, auch Flüchtlingen aus dem Osten, mit der Bereitstellung von Grundstücken die Gelegenheit geboten wurde, ein Eigenheim zu bauen und sich so voll ins Dorfleben zu integrieren. "Wir wollen die Struktur des Dorfes aus seiner Historie heraus verbessern", erklärt Rolf Strätner, es sei allen Mosebeckern ein Anliegen, das Dorf und seine Gemeinschaft zu stärken, Bestehendes zu erhalten und zu verbessern. Vor allem werde eine Verbesserung der Nahversorgung angestrebt. Auch sollen neue Baugebiete erschlossen werden doch werden die Waldhufen nicht bebaut, sie bleiben weiterhin erhalten und werden nichts von ihrem ursprünglichen Charme einbüßen. Geplant ist auch ein Dorfbrunnen aus Natursteinen, an dem sich durstige Wandersleut mit einer Kurbel Wasser aus der Tiefe holen können, um ihren Durst zu stillen

 

                                                                

 

                                                                                                                     entnommen : Detmolder Kurier im Juni 2005

mail: Webmaster

Impressum